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Pfarrkirche St.Nikolaus

Pfarrkirche „St. Nikolaus“

In Cobbenrode gab es bereits um das Jahr 1300 eine Kirche. Ein Dokument vom 1. April 1366 bestätigt, dass Gottfried von Cobbenrode von der Kirche in Cobbenrode zur Pfarrkirche nach Wormbach wechselte.

Aufgrund der Baufälligkeit der Cobbenroder Kirche in den Jahren vor 1682 wurde im Jahr 1707 eine neue Kirche durch Pastor Georg Rösen errichtet. Der Kölner Weihbischof Johannes Werner de Veyden weihte den Neubau am 23. Juni 1708 zu Ehren des Heiligen Bischof Nikolaus, den Hauptaltar zu Ehren des St. Nikolaus, den Nebenaltar auf der Evangelienseite zu Ehren des heiligen Kreuzes und der schmerzhaften Mutter Gottes ein. Dem Altar eingefügt wurden Reliquien der Gefährtinnen der Hl. Ursula und der Thebäischen Märtyrer aus dem ägyptischen Theben des 4. Jahrhunderts.

Der Neubau im Jahr 1708 erhielt zwischen den Jahren 1837 und 1839 einen Anbau. Der alte hohe Turm wurde wegen Baufälligkeit durch einen niedrigeren Turm ersetzt.

Im Jahre 1931 erfolgte ein Neubau der Kirche auf den vorhandenen Fundamenten nach Plänen des Hammer Architekten Karl Wibbe und der Vorgängerbau, der als zu niedrig, zu eng und zu feucht beschrieben wird, wurde abgerissen.

Die Kirche St. Nikolaus genügte im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts nicht mehr den Anforderungen der Kirchgänger, so dass ein Um- oder Neubau notwendig wurde. Im Oktober 1930 lagen Neubaupläne von drei Architekten vor, aus denen der Entwurf von Karl Wibbe ausgewählt wurde. Vor der Umsetzung der Pläne von Karl Wibbe beanstandete die Erzbischöfliche Behörde allerdings erhebliche „Planungsmängel“, darunter das angebliche „Missverhältnis zwischen Turm und Dach“. Eine positive Entscheidung für das Projekt fiel erst im Sommer 1931 nach Intervention bei Erzbischof Caspar Klein. Schließlich konnte der Bau noch bis Ende des Jahres 1931 fertiggestellt werden.

Über den Architekten Karl Wibbe aus Hamm liegen nur lücken-hafte Informationen vor. Wibbe nahm um 1925 seine Tätigkeit als freiberuflicher Architekt auf. 1929 war er Mitglied der neu gegründeten St. Lukas-Gemeinschaft Münster, welche die Qualität christlicher Kunst und Architektur erhöhen wollte. Im kurzen Zeitraum von 1927 bis 1933 errichtete er mindestens zwölf Kirchenbauten, die über ganz Westfalen verteilt sind. Als Vergleichsbeispiele für die Pfarrkirche in Cobbenrode bieten sich seine Projekte St. Antonius Einsiedler in Langscheid am Sorpesee (Jahr 1932) und St. Alexius in Benhausen bei Paderborn (Jahr 1933) an.

Pfarrkirche „St. Nikolaus“, Jahr 2019

 

Pfarrhaus

Das in den Jahren 1660 und 1750 nach Bränden neu errichtete und im Jahr 1905 abgebrochene Pfarrhaus („Pastorat“) lag südlich der alten Provinzialstraße, deren Anlage nach dem Jahr 1800 Kirche und Pfarrhaus voneinander trennte

Der Neubau eines Pfarrhauses („Pastorat“) im Jahr 1904 ist nord-westlich der Bundesstraße B 55 ausgeführt worden. Heute liegen zwischen Pfarrhaus und Pfarrkirche St. Nikolaus die Obermarper Straße, der Hof des Pfarrhauses sowie ein Kirchplatz, der an Kirchtagen als Parkplatz, insbesondere von Kirchgängern, genutzt wird.

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