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Wassermühle mit Backhaus

Wassermühle mit Backhaus

 

Der Ursprung der Alten Wassermühle am Mühlenteich liegt im 17./18. Jahrhundert (Geokoordinaten: 51.20166 / 8.16076). Bei der Wassermühle in Cobbenrode handelt es sich um eine Getreide-Mahlmühle.

 

Das Holz des Ständerwerks der Mühle stammt aus dem Jahr 1766. Auf einem Mühlstein, der im Jahr 1989 bei Restaurierungsarbeiten gefunden wurde, steht die Jahreszahl 1677

Neben der Alten Wassermühle wurde ein Backhaus, auch ‚Backes‘ genannt, errichtet. Der erhaltene Steinbackofen des Backhauses stammt aus dem Jahre 1903. Hier wird auch heute noch in einem alten Steinbackofen aus dem Jahre 1903 das typische Steinofenbrot gebacken. Dieses deftige, mit Buchenholz gebackene Steinofenbrot ist nicht nur wegen seines ausgezeichneten Geschmacks, sondern auch aufgrund seines besonderen Nährwertes sehr beliebt.

Gespeist wurde diese Wassermühle durch einen südlich gelegenen Mühlenteich. Als erster Besitzer wird im Jahr 1648 die Familie von Esleben zu Cobbenrode genannt. Der letzte Betreiber der Wassermühle war die Familie Willmes aus Cobbenrode.

 

Die letzte Modernisierung der Alten Wassermühle am Mühlenteich erfolgte im Jahr 1930.

 

Ursprünglich wurde die Mühle mit dem Wasser vom Esselbach betrieben. Bei Straßenbauarbeiten wurde der Esselbach tiefer gelegt, so dass dessen Wasser für die Mühle nicht mehr nutzbar war. Ab dem Jahr 1965 begann die Verlandung des zur Wassermühle zugehörigen Mühlenteichs. Als in den Jahren 1971 bis 1973 die heutige Kreisstraße 20 von Cobbenrode über Henninghausen nach Niederlandenbeck gebaut wurde, musste der Mühlenteich schließlich im Jahr 1972 zugeschüttet werden. Im Jahr 1972 wurde der Mühlbetrieb dann eingestellt.

 

In den Jahren 1988 bis 1990 erfolgte schließlich eine aufwändige Restaurierung. Im Rahmen einer Erneuerung wurde auch ein Teil des ehemaligen Mühlenteiches wieder ausgebaggert, eine Wasserzuleitung gebaut und der Ablauf zur Mühle erneuert.

 

Mit dem Wasser aus dem kleinen südlich gelegenen, neu angelegten Mühlenteich, der durch einen kleinen Nebenlauf des Esselbachs gespeist wird, kann die Alte Wassermühle heute eine Stunde betrieben werden. Für die Welle des Mühlrades wurde im Rahmen der Erneuerungs- und Sanierungsarbeiten originalgetreu eine 400-jährige Eiche gefällt. Die Alte Wassermühle kann aber auch mittels Elektroantrieb genutzt werden.

Die Alte Wassermühle wurde am 1. Januar 1991 für den Besucherverkehr geöffnet und kann seitdem auf Anmeldung besichtigt werden. Die Alte Wassermühle mit seinem Backhaus ist heute eine Außenstelle des Maschinen- und Heimatmuseums Eslohe.

 

In einem kleinen Museumsraum sind Handwerksgeräte ausgestellt, die der Kornmüller früher brauchte, um seinen Beruf auszuüben. Zur Mühleneinrichtung gehören ein instandgesetztes Mahlwerk, ein Walzenstuhl, ein Plansichter und Elevatoren zur Beförderung des Mahlgutes. Mit der Restaurierung wurde im Jahr 1989 ein neues eisernes Wasserrad, ein Pfisterrad oder oberschlächtiges Zellenrad mit einem Durchmesser von 3,40 m eingebaut. Beim Übertragungsmechanismus besitzt das Kammrad bereits hölzerne Zähne und an die Stelle des Stockgetriebes ist ein gusseisernes Kegelrad getreten. Die Mühlentechnik symbolisiert die Mühlen-technik des 19. Jahrhunderts.

 

Bewusst und deutlich wird am Beispiel der Alten Wassermühle, wie wichtig das Wasser und die damit verbundene Kraft für die Sauerländer Wirtschaft in früheren Jahren war. Die Alte Mühle in Cobbenrode war mehrere Jahrhunderte lang die Grundlage für die Versorgung der Bewohner von Cobbenrode.

 

Durch die Teilnahme am bundesweit organisierten Deutschen Mühlentag, der jährlich am Pfingstmontag stattfindet, hat die Cobbenroder Mühle viele Freunde und Gönner auch von außerhalb gefunden.

 

Die Alte Wassermühle mit Backhaus in Cobbenrode steht unter Denkmalschutz (seit 11.12.1985, Liste der Baudenkmäler in der Gemeinde Eslohe (Sauerland), Nr. 15)

 

 

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